{"id":24,"date":"2014-12-22T09:01:09","date_gmt":"2014-12-22T09:01:09","guid":{"rendered":"http:\/\/oestanby.weltengeist.de\/www2\/?page_id=24"},"modified":"2014-12-22T11:07:26","modified_gmt":"2014-12-22T11:07:26","slug":"trennung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/home.xn--stanby-vxa.de\/?page_id=24","title":{"rendered":"Die Geschichte \u00d6stanbys"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span class=\"ff1 fc0 fs10 \"><br \/>\n<\/span><strong><span class=\"ff2 fc0 fs10 fb \">Die Trennung<\/span><\/strong><span class=\"ff2 fc0 fs10 \"><br \/>\n<\/span><span class=\"ff1 fc0 fs10 \"><br \/>\n<\/span><span class=\"ff2 fc0 fs10 \">Ah, Wanderer, willkommen in meiner Kothe. Setzte dich doch und nimm einen schluck von meinem k\u00f6stlichen Gebr\u00e4u. Lecker nicht wahr?<\/span><span class=\"ff1 fc0 fs10 \"><br \/>\n<\/span><span class=\"ff2 fc0 fs10 \">Du fragst warum ich hier mitten in der Steppe so ohne Sorge sitze und einen fremden aufnehme? Ach, wieso sollte ich Angst haben, im Osten werden wir durch die Stadt \u00d6stanby gesch\u00fctzt und von Westen erwarten wir keine Angriffe durch das dreckige Petschenegenpack. Naja, und wenn jemand leichtsinnig genug ist hier alleine herumzuziehen, den wird die Steppe schon genug gestraft haben wenn ich ihn finde.<\/span><span class=\"ff1 fc0 fs10 \"><br \/>\n<\/span><span class=\"ff2 fc0 fs10 \">Jetzt fragst du dich sicherlich warum wir gerade hier leben in dieser unwirtlichen Gegend.<br \/>\n<\/span><span class=\"ff1 fc0 fs10 \"><br \/>\n<\/span><span class=\"ff2 fc0 fs10 \">Nun, das ist eine lange Geschichte, aber wir haben ja die ganze Nacht Zeit, also mach es dir gem\u00fctlich und h\u00f6re zu. So wie du redest kommst du mit Sicherheit aus Harsum und deswegen ist dir der 1. Petschenegensturm sicherlich ein Begriff. Was aber wenige in der alten Heimat wissen ist, was sich danach ereignete.<\/span><span class=\"ff1 fc0 fs10 \"><br \/>\n<\/span><span class=\"ff2 fc0 fs10 \">Der damalige Jarl wurde in der Schlacht in der wir den Abschaum endg\u00fcltig zur\u00fcckdr\u00e4ngten schwer verwundet und erlag diesen starken Bluten schlie\u00dflich, sodass sein j\u00fcngerer Bruder die Nachfolge antreten musste.<\/span><span class=\"ff1 fc0 fs10 \"><br \/>\n<\/span><span class=\"ff2 fc0 fs10 \">Dieser beschloss, um weitere solche Disaster zu verhindern, die Ureinwohner, die, wie du sicherlich wei\u00dft, eigentlich alles \u00fcber sich ergehen lassen ohne zu murren, in den Mienen noch weiter antreiben zu lassen. Durch das dadurch gewonnene Silber wollte er sich besser Ausr\u00fcstung f\u00fcr seine Mannen leisten.<\/span><span class=\"ff1 fc0 fs10 \"><br \/>\n<\/span><span class=\"ff2 fc0 fs10 \">Anfangs klappte das auch ganz gut und er scheffelte viel Silber. Doch nach einer Weile fielen immer mehr Mienenarbeiter den starken Anstrengungen zum Opfer.<\/span><span class=\"ff1 fc0 fs10 \"><br \/>\n<\/span><span class=\"ff2 fc0 fs10 \">Als einer seiner Hersire, Glossi Tj\u00f6rvisson den Jarl darauf aufmerksam machte redete dieser mit solch einer Verachtung \u00fcber die schuftenden, dass der Hersir in Rage geriet und den Jarl beleidigte, wodurch es zum Duell zwischen den beiden.<br \/>\n<\/span><span class=\"ff1 fc0 fs10 \"><br \/>\n<\/span><span class=\"ff2 fc0 fs10 \">Hey, h\u00f6rst du mir noch zu? Wir waren fr\u00fcher gl\u00fccklich wenn uns der \u00c4lteste Geschichten aus der alten Zeit erz\u00e4hlt hat. Aber das klagen hat wohl wenig Sinn und ich fahre nun besser fort mit der Geschichte.<br \/>\n<\/span><span class=\"ff1 fc0 fs10 \"><br \/>\n<\/span><span class=\"ff2 fc0 fs10 \">Also, unser Hersir hatte den Beinahmen der Wolf, da er nur eine kleinere Gefolgschaft besa\u00df die auf dem Schlachtfeld wie ein Rudel Vargs umherzog und abgetrennte feindliche Kr\u00e4fte einkreiste und vernichtete. Dadurch hatte er sich viel Ruhm in den Schlachten gegen die Petschenegen erworben.<br \/>\n<\/span><span class=\"ff1 fc0 fs10 \"><br \/>\n<\/span><span class=\"ff2 fc0 fs10 \">Der Jarl hingegen war noch recht jung, doch hatte er seit seiner fr\u00fchesten Jugend Unterricht durch all die gro\u00dfen Hersire genossen, auch durch Glossi, sodass er sein Verhalten im Zweikampf in etwa kannte und ihn mit den Techniken die er von den anderen Hersiren gelernt hatte besiegen konnte.<\/span><span class=\"ff1 fc0 fs10 \"><br \/>\n<\/span><span class=\"ff2 fc0 fs10 \">Niedergeschmettert durch die Schande der Niederlage bat Glossi den Jarl darum ihn nun, da er tapfer gefochten hatte, endg\u00fcltig nach Valhall zu senden wo er mit den tapferen Gefallenen aus seiner alten Gefolgschaft an der Tafel sitzen konnte und vom besten Met und dem besten Fleisch kosten konnte.<br \/>\n<\/span><span class=\"ff1 fc0 fs10 \"><br \/>\n<\/span><span class=\"ff2 fc0 fs10 \">Doch der Jarl wollte seinen alten Lehrmeister nicht umbringen und stellte es ihm so frei in Harsum zu bleiben oder fort zu ziehen in die Steppe im Osten, hier ins heutige \u00d6stanby.<br \/>\n<\/span><span class=\"ff1 fc0 fs10 \"><br \/>\n<\/span><span class=\"ff2 fc0 fs10 \">Da er in Harsum st\u00e4ndig an seine Niederlage erinnert worden w\u00e4re beschloss er als schweren Mutes auszuziehen und so begab er sich mit einer kleinen Gruppe von M\u00e4nnern nach Osten ohne zu Wissen was ihn erwartete und mit der Wut im Bauch wom\u00f6glich ohne sein Schwert in der Steppe zu verrecken. Er schwor sich, den Menschen in Harsum niemals wieder zu helfen, da auch der Jarl ihm<\/span><span class=\"ff1 fc0 fs10 \"><br \/>\n<\/span><span class=\"ff2 fc0 fs10 \">die Hilfe versagt hatte und ihn nicht nach Valhall einziehen lie\u00df.<\/span><span class=\"ff1 fc0 fs10 \"><br \/>\n<\/span><span class=\"ff2 fc0 fs10 \">So wanderten die tapferen Mannen also nur mit wenigen Pferden einige Tage als sich die schweren R\u00fcstungen mit denen sie ausgestattet wurden als erstes Hindernis auf ihrem Leidensweg herausstellten. Sie hinderten sie am gehen und heizten sich in der Glut der Mittagssonne schnell auf, sodass sie in dieser Zeit nicht weitergehen konnten.<\/span><span class=\"ff1 fc0 fs10 \"><br \/>\n<\/span><span class=\"ff2 fc0 fs10 \">Schlie\u00dflich beschlossen sie also diese schweren Ausr\u00fcstungsgegenst\u00e4nde zur\u00fcckzulassen und sie marschierten gr\u00f6\u00dftenteils mit nichts au\u00dfer ihrer Tunika am K\u00f6rper weiter.<br \/>\n<\/span><span class=\"ff1 fc0 fs10 \"><br \/>\n<\/span><span class=\"ff2 fc0 fs10 \">Doch damit nicht genug. Oft konnten sie Sol am Himmel sehen wie sie vor Sk\u00f6ll, dem Wolf fl\u00fcchtet und wie sie Hati, dem anderen Wolf aus der Riesen Geschlecht hinterhereilt, der ihren Bruder Mani packen will.<br \/>\n<\/span><span class=\"ff1 fc0 fs10 \"><br \/>\n<\/span><span class=\"ff2 fc0 fs10 \">Ihre Wasservorr\u00e4te gingen zur Neige und beinahe hatten sie schon mit ihrem Leben abgeschlossen in der Gewissheit die Ewigkeit in Hel verbringen zu m\u00fcssen als Glossi in der Ferne auf einem kleinen H\u00fcgel einen Steppenwolf ersp\u00e4hte.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er f\u00fchlte sich fast magisch angezogen von diesem Tier und kroch mit letzter Kraft zu ihm. Seine M\u00e4nner, denen es kaum besser ging folgten ihm dabei. Auf der Anh\u00f6he angekommen drehte sich der Wolf pl\u00f6tzlich um und lief weg, wobei er pl\u00f6tzlich im Nichts verschwand.<br \/>\nAls sie sich dann umsahen, bemerkten sie einen kleine Quelle, die hinter dieser Anh\u00f6he gelegen hatte und voller Freude und mit allerletzter M\u00fch schufteten sie sich ans Wasser um einen Schluck dieses k\u00fchlen Nasses zu sich zu nehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es mag zwar nicht so gut geschmeckt haben wie das, was du gerade in deiner Hand h\u00e4lst J\u00fcngling, aber ich denke sie waren zu diesem Zeitpunkt nicht allzu w\u00e4hlerisch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Heute sagt man sich, dass der Wolf Loki war, der Hel einen Streich spielen wollte und ihm diese tapferen Mannen in seiner Unterwelt nicht g\u00f6nnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Naja, wie dem auch sei, auf jeden Fall wollten sie sich dann erst mal einen Ruhetag g\u00f6nnen, den sie auch bitter n\u00f6tig hatten.<br \/>\nAls sie sich dann am n\u00e4chsten Morgen weiter auf den Weg machen wollten, in der Hoffnung dort auf einen fruchtbaren Boden zu sto\u00dfen bemerkte einer von Glossis M\u00e4nnern in der Ferne einige schwarze Umrisse am Horizont die sich scheinbar auf sie zu bewegten.<br \/>\nDer Hersir wusste nicht, was sich hinter diesen Umrissen verbergen konnte und befahl deshalb, dass sich seine M\u00e4nner f\u00fcr einen Kampf wappnen sollten.<br \/>\nDoch w\u00e4hrend sich die Umrisse immer weiter n\u00e4herten wurde offensichtlich, dass es sich hierbei ganz sicher nicht um eine Truppe von Kriegern sondern vielmehr um eine umherziehende Gruppe von Nomaden handelte.<br \/>\nZiegen.<br \/>\nMerkw\u00fcrdigerweise schienen sie gar keine Angst vor den bewaffneten Harsumern zu haben und marschierten einfach weiter auf sie zu.<br \/>\nNachdem sie sich so eine Weile gen\u00e4hert hatten, beschloss der Hersir, dass von diesen Menschen wohl keine Gefahr ausging und befahl die Waffen sinken zu lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Nomaden aber, zeigten keine gr\u00f6\u00dfere Reaktion auf das Verhalten der Harsumer und zogen einfach an ihnen vorbei um ein paar Meter weiter an dem Fluss ihr Lager aufzuschlagen.<br \/>\nDoch der Hersir konnte diese Sache nat\u00fcrlich nicht so auf sich beruhen lassen, denn er sah zum ersten Mal die M\u00f6glichkeit doch noch in dieser kargen Ein\u00f6de zu \u00fcberleben.<br \/>\nAls er sich also in das Lager aus Zelten begab, um zu erfahren was diese Menschen hier her f\u00fchrte und woher sie kamen, musste er zu seinem Bedauern feststellen, dass keiner der M\u00e4nner dort seine Sprache sprach.<br \/>\nSo wollte er schon gesenkten Hauptes wieder abziehen, als ihm einer der Nomaden durch eine Geste zum Bleiben aufforderte. Glossi wunderte sich warum er wohl bleiben sollte doch als er sich umsah wurde ihm auf einmal klar: er war zu einem Festmahl eingeladen worden.<br \/>\nSeine M\u00e4nner wurden zu ihm gef\u00fchrt und man brachte sie an eine gro\u00dfe Tafel. Es gab leckeres frisch geschlachtetes Ziegenfleisch, feinste K\u00e4sespeisen und ein k\u00f6stliches Getr\u00e4nk, dass Glossi allerdings nicht einzuordnen wusste.<br \/>\nVon der Tafel das Jarls war er zwar noch besseres gew\u00f6hnt, doch nach der langen und entbehrungsvollen Reise, f\u00fchlte er sich auf diesem Festmahl wie in Wallhall.<br \/>\nSie feierten, tranken und lachten die ganze Nacht hindurch und obwohl sie sich nicht mit Worten verst\u00e4ndigen konnten, hatten sie doch jede Menge Spa\u00df zusammen.<br \/>\nGlossi selbst wurde in die N\u00e4he des Anf\u00fchrers der kleinen Nomadensippe gesetzt und im Laufe des Abends konnte er mit viel M\u00fche herausbekommen, dass dieser Anf\u00fchrer anscheinend einen Mann kennen w\u00fcrde, der die Sprache von dem Hersir beherrscht. Au\u00dferdem konnte er mit dem Anf\u00fchrer ausmachen, dass er Glossi zu diesem Mann f\u00fchren w\u00fcrde.<br \/>\nSo brach dann also die Harsumer mit der Nomadensippe am n\u00e4chsten morgen auf.<br \/>\nNach mehreren Tagen der Reise, die ihnen aber viel leichter fiel, jetzt wo sie gest\u00e4rkt waren, gelangten sie schlie\u00dflich zu einer Zeltstadt die viel gr\u00f6\u00dfer war, als das kleine Nomadenlager, auf dass sie in der Steppe trafen.<br \/>\nDort brachte man sie direkt zu einem kleinen unscheinbaren Zelt, in dem ein alter Mann wohnte und tats\u00e4chlich sprach er unsere Sprache.<br \/>\nErfreut endlich wen gefunden zu haben, mit dem er sich \u00fcber diesen Landstrich unterhalten konnte redete Glossi bis tief in die Nacht mit dem alten Bergathor, so hie\u00df n\u00e4mlich der Mann, und erfuhr so einiges \u00fcber das Land und seine Bewohner.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber das ist es ja nicht, worauf ich mit meiner Geschichte hinaus will sondern ich wollte dir ja von der Trennung erz\u00e4hlen und wie es zu dem gekommen ist, wie es heute ist. So viel sei aber gesagt: Glossi und seine M\u00e4nner wurden freundlich aufgenommen und beschlossen vorerst in \u00d6stanby, wie Glossi die Stadt vorerst genannt hatte, zu bleiben.<br \/>\nNach und nach etablierten sich die Nordm\u00e4nner in die Gesellschaft der Nomaden und wurden wohlwollend aufgenommen.<br \/>\nDoch leider blieb nicht alles so friedlich.<br \/>\nEines Tages brachten Sp\u00e4her, die die Stadt regelm\u00e4\u00dfig aussandte die Nachricht von einer Petschenegenbande, die sich von Osten her der Stadt n\u00e4herte. Die Menschen in \u00d6stanby gerieten in gro\u00dfe Aufruhe weil sie Bauern, J\u00e4ger und Sammler waren, keine Krieger und Glossi merkte, dass er die Sache in die Hand nehmen musste.<br \/>\nEr hatte sich bis dahin einen Namen als freundlicher und hilfsbereiter Mensch gemacht und beherrschte mittlerweile auch die Sprache der Nomaden ein wenig, sodass er bei dem Stadtvorsteher vorsprechen konnte und ihn darum bat ihm das Kommando \u00fcber die Stadtverteidigung zu \u00fcbergeben.<br \/>\nDa der Oberste wusste, dass dies wohl die einzige Rettung f\u00fcr die Stadt war lie\u00df er Glossi gew\u00e4hren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So machte sich unser Hersir also sofort an die Arbeit und lie\u00df mit den wenigen Holzresten die es in \u00d6stanby gab so gut wie es ging eine Befestigung errichten, die es ihnen erm\u00f6glichte sich hinter einen einigerma\u00dfen annehmlichen Schutz zur\u00fcckziehen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nDie Sp\u00e4her berichteten in den n\u00e4chsten Tagen, wie die Petschenegenhorde sich immer weiter in Richtung der Befestigungen bewegten und keine Anzeichen machten eine andere Marschroute zu w\u00e4hlen und so kam es dann am ersten Thorsdag des Scheiding 55B<br \/>\nzu einem Zusammensto\u00df mit den wilden Horden.<br \/>\nUnsere Mannen k\u00e4mpften tapfer und durch das gute Training und die Schnelligkeit ihrer Pferde gelang es ihnen dadurch, dass sie, gleich dem Falken der \u00fcber dem Feld kreist und auf seine Beute herunterschie\u00dft und wie die W\u00f6lfe die den schw\u00e4chsten Teil einer Herde isolieren und dann rei\u00dfen, den petschenegischen Angreifern gro\u00dfe Verluste zuzuf\u00fcgen, doch es waren sehr viele, sodass die<br \/>\neinzige M\u00f6glichkeit ein R\u00fcckzug hinter die Palisaden von \u00d6stanby waren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch wenn, und jetzt h\u00f6r mir gut zu mein Junge, denn das ist etwas was ihr Harsumer noch lernen m\u00fcsst, auch wenn die Petschenegen verrohte Wesen ohne jede Ehre sind, so sind sie doch starke K\u00e4mpfer, die mit ihrer rohen Gewalt viel Zerst\u00f6rung anrichten k\u00f6nnen. Ich wei\u00df wovon ich spreche denn ich verteidigte selbst unsere Ostgrenze gegen die Horde, genauso wie es jetzt andere J\u00fcnglinge in deinem Alter aus unseren Kreisen tun.<br \/>\nSo beschloss der Anf\u00fchrer der Petschenegen damals die Stadt zu belagern immer mit m\u00f6glichen Sch\u00e4tzen oder der irgendwelchen abartigen Troph\u00e4en im Blick. St\u00e4ndig st\u00fcrmten die Petschenegen gegen die Palisade vor, doch immer wurden sie unter hohen Verlusten zur\u00fcckgedr\u00e4ngt.<br \/>\nGlossi wusste, dass dies eine gute M\u00f6glichkeit gewesen w\u00e4re sich bei den G\u00f6ttern wieder Ansehen zu verschaffen und sich einen Platz an der gro\u00dfen Tafel in Valhall zu sichern, doch er wusste auch, wenn er bei einem Ausfall fallen w\u00fcrde und die Petschenegen dabei nicht vollst\u00e4ndig aufgerieben w\u00fcrden, w\u00e4re \u00d6stanby verloren.<br \/>\nDie Menschen in dieser Stadt hatte er durch ihre Gastfreundschaft bereits sehr lieb gewonnen und wollte sich nicht den Feinden ausliefern. Lange haderte er mit sich selbst was zu tun war bis er schlie\u00dflich schweren Herzens den Entschluss fasste, dass sie auf Hilfe angewiesen waren und das die einzige Hoffnung in Harsum lag.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seine M\u00e4nner waren froh, dass sich ihr Anf\u00fchrer so entschieden hatte, denn viele von ihnen hatten sich bereits durch den Goden Baugur Baldinson, der immer mit Glossi gereist war, mit Einheimischen verbinden lassen und in den B\u00e4uchen einiger dieser Damen wuchs bereits ein neuer Mensch heran.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schnell fand sich ein Freiwilliger der als Bote den Hilferuf nach Harsum bringen sollte. Gambur Villingurson, dessen Name noch heute auf dem gro\u00dfen Stein mitten in \u00d6stanby steht, der die Geschichte der Stadt erz\u00e4hlt, wie ich sie dir gerade erz\u00e4hle, ritt, mit nichts weiter als etwas Verpflegung und den Kleidern die er am Leibe trug, los und durchbrach durch ein geschicktes Man\u00f6ver bei Nacht<br \/>\nden Ring der Petschenegen, sodass der Weg nach Harsum zwar weit, aber wenigstens frei war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Wochen, die \u00d6stanby durchhalten musste, vergingen, so sagen die alten Geschichten, l\u00e4nger als jede Zeit die wir uns vorstellen und viele mussten noch ihr Leben lassen, doch schlie\u00dflich waren die Banner des Jarls am Horizont zu sehen dessen Truppen die petschenegischen Truppen angriffen.<br \/>\nDie letzten Krieger, die noch in der Stadt waren unterst\u00fctzen dies durch einen letzten Ausfall und Glossi stand ganz an der Spitze des Sturmes. Viele k\u00e4mpften nur noch mit ihrer Axt oder dem Sax in der Hand, da jegliche andere Ausr\u00fcstung durch die lange Belagerung schon geborsten ward.<br \/>\nSelbst die Waffen die sie in diesem Kampf f\u00fchrten, waren kaum mehr in einem Zustand in dem man sie unter normalen Umst\u00e4nden noch benutzt hatte.<br \/>\nGlossi selbt brach die Axt in der Hand, durch die grobe und schartige Waffe eines Petschenegen und er zog sich eine schwere Verletzung an seinem Schwertarm zu.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man erz\u00e4hlt sich, dass in diesem Moment ein Moment der Stille zwischen den beiden K\u00e4mpfenden herrschte als Glossi dem Verursacher der Wunde auf dem, mit rotem Blut der Nordm\u00e4nner und dem schmutzigen Blut der Petschenegen getr\u00e4nkten, von der Abendsonne in ein bedrohliches Rot getauchte Schlachtfeld in die Augen sah.<br \/>\nMit einem gewaltigen Schrei st\u00fcrzte er sich auf seinen Gegen\u00fcber und ein es entbrannte ein Ringkampf zwischen Nordmann und Petschenege, wie es ihn noch nie zuvor gegeben hatte.<br \/>\nUnser Hersir warf seinen Kontrahenten zu Boden doch der lies sich nicht unterkriegen und verpasste Glossi einen schweren Schlag ins Gesicht. Dieser zahlte ihm den Schlag jedoch in seiner unglaublichen Raserei zur\u00fcck indem er den Hals des Gegen\u00fcbers fest umklammerte und den w\u00fctend um sich schlagenden Petschenegen solange w\u00fcrgte bis schlie\u00dflich dessen Genick brach.<br \/>\nEr lie\u00df sich ersch\u00f6pft zur\u00fcckfallen, und blickte nach links und rechts, die Harsumer gewannen nach und nach die \u00dcbermacht im Kampf, die Petschenegen waren besiegt. Gl\u00fccklich und in dem Bewusstsein, dass die Stadt sicher war und schloss die Augen.<br \/>\nIch bin mir sicher, dass er dann von den Walk\u00fcren geholt wurde, die ihm endlich den Wunsch erf\u00fcllten, auf dessen Erf\u00fcllung er seit seiner Verbannung aus Harsum gewartet hatte und ihn mit nach Valhall nahmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch wenn du jetzt glaubst, dass das das Ende von den Abneigungen zwischen Harsum und \u00d6stanby waren, dann hast du falsch geglaubt.<br \/>\nGlossis Sohn warf dem Jarl, in einem Anfall blinder Wut und geblendet von der Trauer um den Tod seines Vater, vor viel zu langsam marschiert zu sein, sodass f\u00fcr jeden Tag den er zu viel gebraucht hatte, Menschen gestorben sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00fctend \u00fcber diese Beleidigung und in dem Willen nie wieder den \u00d6stanbyern zur Hilfe zu eilen zog der Jarl mit seinen Leuten nach einigen Tagen Rast wieder zur\u00fcck, ohne an dem Begr\u00e4bnis Glossis teilzunehmen.<br \/>\nBis sich das Verh\u00e4ltnis wieder etwas beruhigt hatte, mussten fast hundert Sommer ins Land ziehen bis zum Ende des zweiten Petschenegensturms in Harsum w\u00e4hrend dem erste vorsichtige Kontakte zwischen \u00d6stanby und Harsum gekn\u00fcpft wurden. Aber das ist eine andere Geschichte, jetzt leg dich lieber erst mal hier unter die Schafsfelle und auf das Stroh. Du siehst ersch\u00f6pft aus und solltest besser erst mal schlafen, in dem Wissen, dass du hier vor Petschenegen sicher bist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Trennung Ah, Wanderer, willkommen in meiner Kothe. Setzte dich doch und nimm einen schluck von meinem k\u00f6stlichen Gebr\u00e4u. Lecker nicht wahr? Du fragst warum ich hier mitten in der Steppe so ohne Sorge sitze und einen fremden aufnehme? 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